Nur weil jemand befördert wird, ist diese Person noch lange keine Führungskraft.
Das klingt vielleicht etwas provokant. Ist aber durchaus ernst gemeint.
Eine erfahrene Fachkraft übernimmt erstmals die Leitung eines Teams mit 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
Die neue Führungskraft kennt die Abläufe, die Herausforderungen und die Menschen im Team. Fachlich ist sie bestens qualifiziert. Sie weiß, wie der Laden läuft.
Eigentlich müsste das doch funktionieren. Oder?
Nur gibt es da eine nicht ganz unwesentliche Veränderung: Bisher war die neue Führungskraft selbst Teil des Teams. Jetzt soll sie es führen.
Und plötzlich ist vieles anders.
Was gestern noch ein vertrauliches Gespräch unter Teammitgliedern war, kann heute bereits eine Führungssituation sein. Entscheidungen treffen, die nicht allen gefallen. Konflikte ansprechen, statt sie gemeinsam auszusitzen. Verantwortung übernehmen und manchmal auch unbequeme Dinge aussprechen.