02.11.2026

Vom Teammitglied zur Führungskraft – ein Rollenwechsel, der es in sich hat

Nur weil jemand befördert wird, ist diese Person noch lange keine Führungskraft.

Das klingt vielleicht etwas provokant. Ist aber durchaus ernst gemeint.

Eine erfahrene Fachkraft übernimmt erstmals die Leitung eines Teams mit 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Die neue Führungskraft kennt die Abläufe, die Herausforderungen und die Menschen im Team. Fachlich ist sie bestens qualifiziert. Sie weiß, wie der Laden läuft.

Eigentlich müsste das doch funktionieren. Oder?

Nur gibt es da eine nicht ganz unwesentliche Veränderung: Bisher war die neue Führungskraft selbst Teil des Teams. Jetzt soll sie es führen.

Und plötzlich ist vieles anders.

Was gestern noch ein vertrauliches Gespräch unter Teammitgliedern war, kann heute bereits eine Führungssituation sein. Entscheidungen treffen, die nicht allen gefallen. Konflikte ansprechen, statt sie gemeinsam auszusitzen. Verantwortung übernehmen und manchmal auch unbequeme Dinge aussprechen.

03.10.2026

Wenn Zusammenarbeit schwierig wird, liegt es selten nur an den Menschen

„Bei uns funktioniert die Zusammenarbeit einfach nicht mehr.“

Diesen Satz höre ich in unterschiedlichen Varianten immer wieder. Dann geht es um Konflikte, Missverständnisse, Spannungen im Team oder um die Frage, warum Absprachen nicht eingehalten werden.

Der erste Impuls ist häufig, bei den beteiligten Personen anzusetzen:
Wer verhält sich schwierig? Wer übernimmt zu wenig Verantwortung? Wer kommuniziert nicht richtig?

Das ist verständlich – greift aber oft zu kurz.

08.07.2026

Veränderung gestalten – zwischen Bewahren und Aufbruch

Veränderung gehört zum Alltag von Organisationen. Strukturen verändern sich, Aufgaben werden neu verteilt, Anforderungen verändern sich und neue Formen der Zusammenarbeit entstehen.

Doch was passiert mit den Menschen, die diese Veränderung erleben und gestalten sollen?

Nach mehr als 30 Jahren in Beratung, Führung und Organisationsentwicklung beschäftigt mich diese Frage immer wieder.

Meine Erfahrung zeigt: Veränderung beginnt selten mit Begeisterung. Sie beginnt häufig mit Ambivalenz.